WaBe – Warehouse-Benchmarking

Im Zeitraum von August 2011 bis Juni 2012 wurde eine Methode zur Messung, Analyse und Bewertung der Effizienz von Prozessen, Strategien und Betriebsmitteln in Distributionszentren systematisch hergeleitet und evaluiert. Zielsetzung war dabei die Entwicklung eines adaptionsfähigen und branchenübergreifenden Benchmarkingsystems für Distributionszentren und deren Teilsysteme. Als Ausgangsbasis dienten die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektes EfProTec.

Projektkonsortium

Im Projekt wurden die Distributionszentren von insgesamt sieben Projektpartnern durch das Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität Stuttgart analysiert und bewertet.

Vorgehensweise

Vorgehensweise im Projekt ‚WaBe‘

Vorgehensweise im Projekt ‚WaBe‘

In der Ist-Analyse wurden die eingesetzten Betriebsmittel, die ablaufenden Prozesse sowie die realisierten Strategien dokumentiert. Weiterführend wurden die für den Systemvergleich relevanten Kennzahlen aus Betriebsdaten des jeweiligen Projektpartners generiert.

Projektergebnis

Mit Hilfe des ‚WaBe‘-Kennzahlensystemes können Distributionszentren und deren Teilsysteme in einem überschaubaren Zeitraum bewertet werden. In Kombination mit der erstellten Dokumentation können Leistungsdifferenzen zum Klassenbesten, d.h. dem Benchmark, interpretiert werden. Hierauf aufbauend können aus der Dokumentation des Benchmarks Handlungsempfehlungen, z.B. Anpassung von Prozessen oder die Änderung von operativen Strategien, abgeleitet werden. Neben dem direkten Benchmark bestehender Systeme können Logistiksystemplaner anhand der Kennzahlen und Dokumentationen zusätzlich Anhaltspunkte erhalten, unter welchen Rahmenbedingungen – d.h. bei welchem Ressourceneinsatz bzw. welchen realisierten Prozessen und operativen Strategien – welche Leistung in der Praxis erreicht werden kann.

Praxisrelevanz

In „WaBe“ wurde eine schlanke Analysemethode entwickelt, mit der Distributionszentren in ein bis zwei Tagen vollständig erfasst werden können. Dies bildet einen Beitrag zur zügigeren Datenerhebung und -auswertung und erleichtert damit auch den wiederholten Einsatz der Methode, beispielsweise für Vergleiche vor und nach einer Umstrukturierung. Die Betrachtung der Komplexität aus Prozess- und Ressourcensicht ist eine Perspektive, die bisher nicht im Rahmen von Benchmarkingsystemen berücksichtigt wurde. Dieses Kriterium ist neben der Standortstrategie, z.B. Kostenminimierung oder Leistungsmaximierung, anwendbar zum branchenübergreifenden Vergleich von Distributionssystemen. Die hierbei erhobene Kennzahl „Technologisierungsgrad“ ist zudem ein Aspekt, der sowohl zur Klassifizierung als auch zur Bewertung von Distributionssystemen eingesetzt werden kann.

Kontakt

IFT Universität Stuttgart

Kurzbeschreibung des Projektes (pdf, 1 Seite).