Green Warehouse – Energieeffizientes Logistikzentrum

Der Energiebedarf von Logistikzentren gewinnt in der Praxis wegen steigender Energiekosten, durch Kundenanforderungen im Sinne einer nachhaltiger Entwicklung und der Frage des Carbon-Footprints an Bedeutung. Heute gehen in Logistikzentren die Lichter an, ob nun viel oder wenig logistische Leistung erbracht wird. Mit der Einbeziehung des Energieverbrauchs in die Planung und Steuerung eines Logistikzentrums können deutliche Einsparungen ohne große weitere Investitionen erzielt werden. In dem vorwettbewerblichen I.N.Verbundprojekt arbeiteten die Partner zwischen Januar 2011 und August 2013 daran, eine Lösung zu finden, welche die bisher getrennten Welten von Haustechnik, Logistikleitstand und ERP-Systemen erstmals zu einem System zusammenführt.

Projektkonsortium

  • Aberle GmbH
  • LSU Schäberle Logistik & Speditions-Union GmbH u. Co. KG
  • PPI Informatik, Dr. Prautsch & Partner Ingenieure
  • Hochschule Mannheim

Vorgehensweise

Das Verständnis der Energieeffizienz als Quotient von logischer Leistung und Energieverbrauch bietet zwei Forschungsansätze:

  • Reduktion des spezifischen Energiebedarfs von Anlagen.
  • Bedarfsgerechte Steuerung des Energiebedarfs in Abhängigkeit von der logistischen Leistung.

Während der erste Forschungsansatz bei Neu- oder Ersatzinvestitionen greift, kann der Energieleitstand in bestehenden Logistikzentren zum Einsatz kommen.

Ziele

Der Logistikleiter erhält einen Leitstand, der ihm den gesamten Input und Output seiner Anlage vor Augen führt, eine energieeffiziente Prozesssteuerung erlaubt und darüber hinaus auch noch dauerhaft Betriebskosten spart – ohne größere Umrüstungen vornehmen zu müssen.

Projektergebnis

  • Konzept Energieleitstand,
  • Schnittstellen und Prozessbeziehungen des Energieleistands,
  • Modell zur Analyse des Energieverbrauchs,
  • Effizienzanalyse mittels Data Envelopment Analysis (DEA),
  • Energieeffziente Kommissionierstrategie,
  • Demonstrator, an dem das Zusammenwirken der Komponenten im Energieleitstand gezeigt und getestet werden kann.

Die Verknüpfung des Energieleitstands kann für verschiedene Bus-Systeme sichergestellt werden. Der Energieleistand erhält über diese Schnittstellen aktuelle Informationen über Beleuchtung, Lüftung, Temperatur und Heizung. Die Effizienzmessung mittels DEA erfolgt durch den Vergleich aller Input- und Output-Faktoren des Logistikzentrums unter Zuhilfenahme eines geeigneten Effizienzmaßes relativ zueinander. Der Energieleitstand entscheidet folglich unter energetischen und logistischen Anforderungen über die Durchführung einer logistischen Leistung in einem Lagerbereich, wie beispielsweise der Kommissionierung. Die Realisierung der Schnittstellen erleichtert den Einsatz in Bestandsanlagen.

 
Multi-Input/Output-Modell
Multi-Input/Output-Modell
Energiekosten eines Logistikzentrums
Energiekosten eines Logistikzentrums
Entwicklung eines Energie-Leistands
Entwicklung eines Energie-Leistands
Zielkonflikt Energie- und Logistikkosten
Zielkonflikt Energie- und Logistikkosten

Kontakt

Hochschule Mannheim

Kurzbeschreibung des Projektes (pdf, 1 Seite).