LogiMAT: 8.-10. März 2016, Halle 5, Stand 5C39

INDOOR-NAVIGATION:
SCHLÜSSELTECHNOLOGIE FÜR DIE INDUSTRIE 4.0

Die unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ angestrebte Entwicklung cyber-physischer Systeme – bestehend aus Maschinen, Menschen, Software und Dienstleistungen – führt zu echtzeitoptimierten und sich selbst organisierenden Wertschöpfungsnetzwerken. Weitere Effizienzsteigerungen, Beschleunigung von Reaktionszeiten und die Anlagen-Flexibilität sind die Herausforderungen für die Automatisierung in der Zukunft.

Bereits vor dreißig Jahren löste sich die Materialflusstechnik von ortsfest installierten Anlagen. Mittlerweile werden fahrerlose, spurgeführte Fördersysteme durch autonom navigierende Shuttles ersetzt. Das Fahrzeug muss zwei Aufgaben lösen
– Lokalisation: „Wo befinde ich mich im Gebäude?“ und
– Navigation: „Wie komme ich durch das Gebäude zum Ziel?“.
Am Markt gibt es erste Systeme, die zuverlässig und schnell ihren Weg durch den Betrieb finden. Es bleiben viele Forschungsansätze: Wie finden Shuttles und kleinvolumige Waren zueinander? Wie steuern Shuttles im veränderlichen Umfeld ohne zusätzliche Landmarken?
Wissenschaft und Technik stehen vor spannenden Aufgaben, welche in Kürze zu belastbaren Ergeb-nissen führen. GPS- oder GALILEO-Signale sind für die Intralogistik zu grob; es sind zusätzliche oder neue Lösungen zu erarbeiten. Kamera- und Lasersysteme setzen auf optische Merkmale, daneben gibt es akustische Ortungssysteme und Funktechnologien. Keine Technologie hat sich am Markt bisher durchgesetzt.
Das Intralogistik-Netzwerk in Baden-Württemberg e.V. (I.N.) veranstaltet während der international führenden Fachmesse LogiMAT am Donnerstag, 10. März 2016, 14:00 bis 15:30 Uhr auf der Neuen Messe Stuttgart ein Experten-Forum:

Indoor-Navigation: Schlüsseltechnologie
für Industrie 4.0
Präzise Lokalisierung, effektive Routenplanung – so geht‘s

I.N. zeigt unterschiedliche Lösungen auf, welche eine zentimetergenaue Positionsbestimmung innerhalb von Gebäuden erlauben, so dass darauf aufbauend der Warenfluss gestaltet werden kann – Meilensteine auf dem Weg zu Cyber-Physical Systems der Intralogistik. Beleuchtet werden der aktuelle Stand der Technik, ihre Chancen, aber auch ihre Handicaps, sowie der weitere Forschungsbedarf.
Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Prof. Dr. Michael Hauth, I.N.Vorstandsvorsitzender und Professor für Logistik und Einkauf der Hochschule Mannheim. Im Intralogistik-Netzwerk BW e.V. wurde unter anderem das Kleinskalige, autonome, redundante Intralogistik-System KARIS entwickelt.

Philip Kirmse, Stv. Vertriebsleiter Logistik-Automation und Forschungsprojekte, Bär Automation GmbH, stellt die langjährigen Erfahrungen seines Unternehmens vor: “Autonome FTS Navigation, sich frei bewegen in einer wandelbaren Produktion“. Das Unternehmen Bär befasst sich seit langem mit Fahrzeugentwicklung, Navigationstechnik und Datenübertragung, bis zur Entwicklung der Leit- und Steuersoftware. http://baer-automation.de/de/

Dr. Patrick Pfaff, Director Mobile Robotics,  KUKA Roboter GmbH, zeigt in seinem Vortrag nicht nur, wie sein Unternehmen die hohen informationstechnischen Anforderungen an eine “Autonome Navigation für industrielle Anwendungen” erfolgreich bewältigt. Er schildert außerdem, wie ein Anwender den Flexibilitätsgewinn in Effektivität und Effizienz umsetzen kann.
http://www.kuka-robotics.com

Dr. Johannes Wendeberg, Geschäftsführer der Telocate GmbH und am Institut für Informatik der Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg tätig, beschreibt die „Lokalisierung 3.9 – Was fehlt noch für die Lokalisierung von morgen?“ Telocate ist ein Start-Up, der für seinen „Indoor-Navi“ auf eine vielversprechende Ultraschall-Lösung setzt.
http://de.telocate.de/

Alle Experten stellen sich außerdem den Fragen des Messepublikums.